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Pfirsichmarmelade selber machen

Marmelade selbst gemacht

Omas Pfirsichmarmelade: Ich erinnere mich noch genau, wie meine Oma auf der Hollywoodschaukel im Garten vor einer riesigen Schale mit Früchten saß und fleißig vor sich hin schnippelte. Das bedeutet für uns Enkelkinder immer, dass in Kürze süße Düfte durch den Garten wehen würden und wir eine Kugel Eis mit der frischen, noch warmen Marmelade zum Nachtisch bekommen würden. Mein absoluter Liebling war immer die exotische Pfirsichmarmelade. Leider sind die meisten von uns heute aus dem Alter von Omas Marmelade rausgewachsen.

Die glücklichen Erinnerungen an warme Tage und köstliche Marmelade können wir uns aber auch selber in die heimische Küche zaubern. Selbstgemachte Marmelade bringt immer ein wohlig warmes Gefühl im Bauch zurück. Kein Glas aus dem Regal kann jemals mit dem von der Oma oder der Tante aus dem Garten mithalten. Außerdem hat sie etwas Authentisches und eignet sich hervorragend als Geschenk. Selbst wer keinen eigenen Garten hat, kann saisonale Früchte oder die Lieblingsbeere aus dem Sommer so noch in der kalten Winterzeit genießen. Da Früchte am Ende der ihre Erntezeit immer am süßesten und auch am günstigsten sind, ist das Einkochen auch aus ökonomischer Sicht sehr zu empfehlen. Hinzu kommt noch, dass Marmelade enorm einfach zuzubereiten ist und dass, Hobbyköche sich ihr Glas ganz nach den eigenen Vorlieben köcheln können. Mehr oder weniger süß, vielleicht ein bisschen Vanille, Zimt oder andere Gewürze und schon hat man im Handumdrehen ein Glas Gourmet-Marmelade im Schrank stehen. Auch Alkohol ist nicht nur ein wunderbarer Lieferant von Aromen und veredelt die Marmelade, sondern ist auch ein natürliches Konservierungsmittel.

Alternativen zu Zucker und Gelierzucker

Pfirsichmarmelade kochen

Das Glas der Wahl

Am einfachsten und kostengünstigsten ist es alte Gläser auszuwaschen und aufzubewahren. Dabei muss darauf geachtet werden, dass der Verschluss keinerlei Beschädigungen hat. Das Angebot von schicken Designer-Einweggläsern ist groß geworden. Die gibt es jetzt schon in allen Farben und Formen und besonders das Retroglas der Oma liegt wieder voll im Trend. Aufkleber kommen heute in Schwarz und können mit weißen Kreidestiften beschriftet werden. Wer plant, ein paar Gläser selbstgemachter Pfirsichmarmelade unter den Weihnachtsbaum zu legen, kann den Deckel mit einem Stück Stoff und einer Schnur hübsch verpacken und die Grußkarte oder den Namen des zu Beschenkenden mit einem kleinen Anhänger versehen.

Marmelade: Sauberkeit sorgt für Haltbarkeit

Neben natürlichen Konservierungsstoffen wie Zucker, Alkohol oder Säure, sorgt das richtige Sterilisieren der Einweggläser für eine lange Haltbarkeit der Marmelade. Die traditionelle Methode sieht vor die Gläser und Deckel für etwa zehn Minuten in Wasser, bei niedriger Hitze zu kochen. Wer über einen Geschirrspüler verfügt kann die Gläser bei mindestens 50 Grad für 40 Minuten waschen und dann die noch warmen Gläser befüllen und verschließen. So bildet sich das Vakuum.

Gläser für selbstgemachte Marmelade und Gelee

Pfirsichmarmelade selber machen – mit oder ohne Haut?

Bei einigen Früchten, wie Pfirsichen oder Nektarinen kann die Schale in der Pfirsichmarmelade eher zäh und unangenehm sein. Daher empfiehlt es sich, die Früchte vor dem Einkochen zu häuten. Das simpelste Verfahren ist sie auf der Unterseite kreuzweise einzuschneiden und für etwa eine Minute in heißes Wasser zu legen, dann direkt in eine Schale mit sehr kaltem Wasser (am besten mit Eiswürfeln). So lässt sich die Pfirsichhaut, ähnlich wie Tomaten, ganz einfach abziehen.

Die Zubereitung von Pfirsichmarmelade: Tipps und Tricks

In Onlineforen kann immer wieder festgestellt werden, dass die eigentlich so einfache Marmeladenherstellung doch so einige Tücken in sich haben kann. Warum wird die Marmelade nicht fest? Wie berechne ich den Zuckeranteil in der Fruchtmasse zur Marmeladenherstellung ab? Allerdings gehen die Meinungen über das richtige Verfahren hier dann doch stark auseinander. Probieren geht über Studieren. Das ist die goldene Regel auf dem Weg zur perfekten Pfirsichmarmelade. Manche schwören auf Gelierzucker, anderen bevorzugen die rein natürliche Herangehensweise. Der Vorteil bei der Letzteren, ist ein deutlich intensiverer Geschmack und der Verzicht auf Chemikalien. Allerdings haben die Naturmarmeladen den Nachteil, dass sie eine längere Kochzeit haben. Das sollte beim Einmachen immer bedacht werden.

Pfirsichmarmelade selber machen

Grundrezept Pfirsichmarmelade (ohne Gelierzucker/Pektin)

Zutaten – das benötigen Sie für Pfirsichmarmelade

  • 500g Pfirsiche, entkernt und gewürfelt
  • 300g Zucker
  • 2 Esslöffel Zitronensaft
  • 1 Teelöffel Zitronenschale (fein gerieben)

 

Dekoideen für selbst gemachtes Marmelade und Gelee

Die Pfirsich-Marmelade kochen

Alle Zutaten zusammen in einen großen Kochtopf, nicht voller als bis zu einem Drittel gefüllt. Bei mittlerer Hitze langsam zum Köcheln bringen. So länger die Pfirsichmarmelade kocht, desto dicker wird sie. Gelegentlich alle paar Minuten umrühren, um Anbrennen am Boden zu vermeiden. Das Ganze mindestens für dreißig und maximal 90 Minuten köcheln. Da die Früchte unterschiedlich viel Fruchtzucker enthalten können, empfiehlt es sich, nochmals abzuschmecken und eventuell noch Säure hinzuzufügen. Zu Pfirsichen passen Aromen wie Nelken oder Kardamom besonders gut, aber der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Um die Konsistenz zu prüfen, einen Teelöffel auf einen flachen Teller geben und für 10 Minuten in den Kühlschrank geben. Wenn es die Marmelade abgeschmeckt ist und schön dickflüssig kann sie in die trockenen, aber warmen Gläser gegeben werden. Den Verschluss so fest wie möglich verschließen und dann für etwa 15 Minuten auf den Kopf stellen, so wird auch der Zwischenraum sterilisiert. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Wer ganz sichergehen will, dass sich keine Bakterien eingeschlichen haben, kann die Gläser in der Gefriertruhe einfrieren. Danach im Kühlschrank auftauen und losnaschen. So halten sie sich für drei bis neun Monate. Nach dem Öffnen unbedingt im Kühlschrank aufbewahren.

Pfirsichmarmelade mit Twist

Pfirsiche oder Nektarinen gehören nicht zu den günstigsten Früchten. Daher bietet es sich an sie mit günstigeren Alternativen anzureichern. Pfirsich-Apfelmarmelade oder Pfirsich-Pflaumenmarmelade können für mehr Komplexität im Glas sorgen und gleichzeitig den Geldbeutel entlasten. Wer es exotisch mag und der Pfirsichmarmelade noch mehr Frische verleihen will, kann sich an Pfirsich-Maracujamarmelade, Pfirsich-Mangomarmelade oder Pfirsich-Aprikosenmarmelade versuchen. Beeren und Pfirsiche harmonieren auch sehr gut miteinander. Beispielsweise die Brombeer-Pfirsichmarmelade, Erdbeer-Pfirsichmarmelade.
Das Grundrezept und der Fruchtmassenanteil unterscheiden sich bei diesen Mischmarmeladen nicht von dem Oben genannten. Was die das Marmelade selber machen so spannend macht, sind die schier unendlichen Möglichkeiten seine ganz eigenen Vorlieben auszuleben. So kann mit etwas Fantasie und einem gut sortierten Gewürzregal eine ganz eigene Marmelade kreiert werden. Ingwer, Thymian, Salbei und Rosmarin wärmen im Winter und sind auch gesundheitsfördernd. In erster Linie schmecken die Pfirsichmarmelade mit Thymian oder die Pfirsichmarmelade mit Ingwer sehr lecker. Rosmarin hat sich in letzter Zeit als sicherer Garant für Geschmacksintensität in der Sterneküche bewehrt. Da macht eine Pfirsichmarmelade mit Rosmarin nicht nur Sinn, sondern der Zweig im Glas sieht auch schön aus.
Der berühmte „Schuss“ in der Pfirsichmarmelade ist nicht nur erlaubt, sondern sehr willkommen. Grundsätzlich eignen sich alle Alkoholarten zum Einkochen, allerdings verfliegt der Großteil des Alkoholes beim Kochen. Das macht sie auch für Autofahrer eher unbedenklich. Für die Pfirsichmarmelade mit Eierlikör oder die Pfirsichmarmelade mit Amaretto sollte aber bedacht werden, dass Alkohol extra Flüssigkeit hinzufügt und die Kochzeit daher etwas länger dauern kann. Wie viel von den edlen Tropfen im Glas landet ist dann aber wieder ganz dem eigenen Geschmack überlassen.

Zusammenfassung
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Rezept Name
Pfirsichmarmelade selber machen
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Vorbereitungszeit
Kochzeit
Gesamte Zubereitungszeit

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